splittscheid 3.0

Die zweite Selfmade Phoniebox / Jukebox 4 Kids

Nachdem die Phoniebox 1.0 nun seit einem halben Jahr im Einsatz ist, ist die Erwartungshaltung beim kleinen Bruder gestiegen. Also wird die zweite Box nun nach und nach gebaut, dabei werde ich allerdings einige Sachen versuchen anders zu lösen. Es werden in jedem Fall andere Boxen zum Einsatz kommen, die technisch bessere Werte haben und nichte erst „auseinander“ gefriemelt werden müssen. Ich werde auch neue Hilfsmittel einsetzen, die sogenannte dritte Hand erleichtert einem die Arbeit enorm… Aber ich bleibe dem Grundkonzept und Aufbau der Box treu, es wird final „hoffentlich“ eine etwas verbesserte Version…

Inhalt

  1. Optimierung
  2. Mehr Sound, mehr Box
  3. Bearbeitung der Holzbox
  4. Einkaufsliste

1. Optimierung Buttons Platine

Im ersten Schritt habe ich mich über die neue dritte Hand gefreut, damit konnte ich präziser und vor allem schneller löten. Trotzdem werde ich nicht das größte Löt-Ass… Da ich in der ersten Box eine Platine für die Buttons und eine für die LEDs hatte, wollte ich versuchen dieses mal alles auf einer Platine abzubilden. Daher arbeite ich mit einer größeren Lochraterplatine und werde auch relativ großzügig 3V, 5V und GND Pins einplanen, um den Salat am Pi etwas zu verringern.

2. Mehr Sound, mehr Box

In diversen Kommentaren, Foreneinträgen etc. wurde gefragt, warum denn die Leto Boxen verwendet werden. Ich selber bin auch nur durch andere Boxbauer darauf aufmerksam geworden. Allerdings habe ich nun auch viele andere Boxen gefunden die interessant sind. Orientiert habe ich mich an diesem Beitrag von schlizbäda: zum Beitrag

Gekauft habe ich mir die Visatron F 8SC-8 mit den passenden Lautsprechergitter 1138 von Visatron und sie direkt mal mit den Trust Leto Boxen verglichen:

Die Box bringt im Vergleich einiges mit, auf der einen Seite Gewicht, auf der anderen Größe. Ich werde die Boxen behalten und im Projekt testen, aber für kleine Boxen muss man dann überlegen, ob man ggf. eine große Box im Mono-Berieb nimmt, oder doch eher die kleinen Boxen. Die haben mit dem Hifiberry Miniamp auch schon ordentlich Lautstärke, allerdings ist der Klang kein großes Ohrenkino.

Visatron F 8SC-8 Trust Leto Boxen
Gewicht in Gramm25949
Höhe in mm4621
Durchmesser der
Membran in mm
7048
Lautstärkefolgt noch… folgt noch…

Das Gewicht und die Größe können nun doch wirklich ausschlaggebend werden bei der Planung einer Box. In beiden Kategorien zeigen sich die Trust Leto Boxen deutlich besser. Jetzt müssen Lautstärke, aber vor allem der Klang der Visatron F 8SC-8 deutlich nachlegen. Ich berichte, wenn es soweit ist…

Da die Schrauben bei Boxengitter und Handgriff nicht dabei sind bzw. nicht passen, hier als Kaufhilfe die passenden Materialien:

ProduktKosten
8 X Linsenkopfschraube 4X160,28 EUR
8 X Muttern M 40,15 EUR
2 X Zylinderschraube Innensechskant 5X300,10 EUR
2 X Kotflügelscheiben 5,3X150,04 EUR
2 X Kotflügelscheiben 5,3X200,07 EUR
2 X Muttern M50,04 EUR

Ich hab die Sachen beim Hornbach Baumarkt gekauft, da kann man Schrauben abwiegen und da ich die meisten Sachen nur ein mal brauche… 😉

3. Bearbeitung der Holzbox

Wenn Ihr meiner Anleitung folgt und die Arcade Buttons einbauen wollt, dann arbeitet mit diesem Forstner-Bohrer 28mm. Die Ergebnisse sind sehr sauber. Für die Lautspecher habe ich dagegen diese Lochsägenbohrer verwendet. Gut, ich hab ein altes Set mit kleinerem Durchmesser, aber das verlinkte sollte für die Visatron Boxen sehr gut passen! Das Loch für den Ein-/Ausschalter wurde dagegen wieder per Forstnerbohrer 12mm vorbereitet. Die Blenden für die Griffaussparungen habe ich aus einer Kiefer-Rechteckleiste vom Hornbach erstellt mit den Maßen 900 X 40 X 5mm, der Kostenpunkt lag bei 1,55 EUR. Diese ist stabiler als die Leiste meiner ersten Phoniebox, die mir auch einmal kaputt gegangen ist beim Einbau. Bevor die Box lackiert werden konnte, habe ich alle Löcher gebohrt, möglichst alle inneren Halterungen für die Powerbank angebracht und selbst Schraublöcher für die finale Fixierung der Box vorgebohrt.

Dann hab ich angefangen sämtliche extra Teile zur Befestigung zu fertigen. Bei der ersten Box hab ich die Schräge beim dem Verbindungsstück nicht eingeplant und dadurch lässt diese sich nur schwer öffnen und schließen. Der Balken ist ca. 10,4 – 10,6cm lang. Einer der wenigen verleimten Teile, generell schwöre ich auf Schrauben… Ich arbeite mit diesem Leim: Soudal Pro 30 D

Vor dem Lackieren mit Acryl-Lacken wurde die Box erst mit Schleifpapier der Körnung 120 und im Nachgang mit Körnung 400 von groben Unebenheiten und Splittern befreit. Beim Lackieren kann ich generell nur den Tipp geben in einer Streichrichtung zu arbeiten und bei der vorgebohrten Löchern mit den Forstnerbohrern spartsam zu arbeiten. Die Buttons gehen sonst kaum noch rein in die Löcher und dann geht mühseeliges Nacharbeiten los. Bei der ersten Box hab ich nach dem Motto „viel hilft viel“ gearbeitet und mir einiges an Mehraufwand eingehandelt, das gilt es in Version 2.0 zu vermeiden… Ich selber gebe auch etwas mehr Geld für Pinsel aus, die Hausmarke von Hornbach hat da auch schon „bessere“. Auch bei den Acryl-Lacken habe ich dort zugegriffen.

Einkaufsliste

2 Kommentare

  1. Hoasd

    Hey, ich bin ein Riesenfan deiner Phoniebox! Ich habe gerade meine erste fertig gestellt. Ohne deine Anleitung wäre das nicht möglich gewesen! Vielen Dank dafür.
    Was ich alledings nicht verstehe, ist warum du es dir so umständlich machst mit den Buttons. Ich habe diese hier verbaut. Die sind direkt farbig und funktionieren mit 5V. Dann hast du nicht den HickHack mit den Extrawiederständen. Die sind bei den Buttons nämlich schon direkt mit eingebaut.

    Antworten
    1. Olli (Beitrag Autor)

      Hallo Hoasd,
      danke, freut mich, dass die Anleitung so gut ankommt.
      Die 5V wollte ich halt vermeiden, da ich die LEDs per GPIO steuere und die bekanntlich nur 3,3V mitmachen. Leider sieht man Deinen Link nicht, ggf. schreib den Namen in den Kommentaren, dann verlinke ich gerne Deine Buttons.
      Ich würde mich auch extrem über ein Foto freuen und das gerne in einem neuen Beitrag teilen… Gerne mit ein paar Worten von Euch dazu 😉
      Grüße
      Olli

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